
Ab der 19. Schwangerschaftswoche werden der Nabelschnur mit einer sehr dünnen Hohlnadel (0,7 mm Durchmesser) und unter Ultraschallsicht etwa 0,5 bis 1 ml Blut entnommen.
Die Entnahme durch die Bauchdecke erfolgt in der Regel ambulant und ohne örtliche Betäubung, da sie nicht mehr Schmerzen verursacht als eine Blutentnahme aus einer Armvene. Nach einer Ruhephase, während der die Gebärmutteraktivität überwacht werden kann, erfolgt eine Ultraschallkontrolle.
Blut entnehmen, Blut übertragen
Aus dem gewonnenem Blut lassen sich bestimmte Infektionen, eine Blutarmut des Kindes oder eine Blutgruppenunverträglichkeit
zwischen Mutter und Kind nachweisen. Eine Nabelschnurpunktion ist ebenfalls angezeigt, wenn eine vorausgegangene
Fruchtwasserpunktion keine eindeutigen Ergebnisse liefert.
Das Ergebnis der Nabelschnur-Blutuntersuchung liegt in der Regel fünf bis sieben Tage nach der Punktion vor.
Die Nabelschnurpunktuation ist ebenfalls geeignet, um dem Kind auf direktem Wege Medikamente zu verabreichen
oder – bei Blutarmut etwa – Blut zu übertragen.
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